OpenSuse – Multimedia nachrüsten minimal

Kurze Info zur Nachrüstung von Multimedia. Ziel ist die Erstellung einer Zusatz DVD. Dabei geht es nur um das Abspielen möglichst vieler Multimediaformate. Zwei wichtige Repositories stehen für Opensuse zur Verfügung: Packmann und Videolan.

1.) Das Repo von Videolan passt in der 32 Bit Variante un der 64 Bit Variante zusammen auf eine DVD. VLC ist ideal – spielt so ziehmlich alles ab. Auch DVBT Fernsehen ist kein Problem, wenn man eine Kanaldatei vorliegen hat. Diese kann man sehr leicht mit w_scan erstellen.Selbst Audio- und Videoextraktion und Umwandlung stellen keine Problem dar.

Ich hole mir die Dateien mit dem Befehl (ncftp muss installiert sein):

ncftpget -R -T ftp://download.videolan.org/pub/videolan/vlc/SuSE/11.4/ 

(rsync wird nicht untertützt)

2.) Das Repo Packmann ist leider zu groß für eine DVD (derzeit ca. 9GB für die 32 Bit Version). Deshalb hole ich mir nur das Verzeichnis Essentials (ca. 1GB für 32Bit und 64 Bit). Dort liegen alle notwendigen Gstreamer und KDE Pakete zum Betrieb der Gstreamer basierenden Player von Gnome (z.B. Totem, Banshee, Rhytmbox) und der Xine basierenden Player (z.B. GXine und Kaffeine). Zusätzlich befinden sich dort alle Dateien für einen ähnlich eigenständigen und multifunktionalen Player wie VLC – der Mplayer. Mit dieser Ausstattung ist man auch sehr gut gerüstet. Ich hole mir die Dateien so (ncftp muss installiert sein):

ncftpget -R -T ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/packman/suse/openSUSE_11.4/Essentials/

(rsync wird unterstützt)

Ich verwende neben den Gnome Programmen (gstreamer basierend) zusätzlich Kaffeine. Dafür füge ich meine lokales Repository dazu und erhöhe deren Prorität. Dann installiere ich folgende Pakete:

gstreamer-0_10-ffmpeg

gstreamer-0_10-plugins-bad

gstreamer-0_10-plugins-base

gstreamer-0_10-plugins-good

gstreamer-0_10-plugins-ugly

gstreamer-0_10-fluendo-mp3

libxine1

libxine1-codecs

libxine1-gnome-vfs

libxine1-pulse

w32codec-all

lame

Fertig. Damit kann man viele Formate abspielen.

ncftp kurz vorgestellt

ncftp ist ein kleines FTP Programm für die Konsole. Es wartet mit einigen Besonderheiten auf. Diese wären z.B.: rekursiver Download, Wildcard, automatische Dateinamenserweiterung, Wiederaufnahme unterbrochener Übertragungen und Bookmarks.

Verbindungsaufbau

Es kann Verbindungen zu non-anonymus und anonymus FTP-Servern aufbauen. Der Clinet wird mit dem Terminalbefehl ncftp gestartet. Es erscheint ein ncftp>. Nun kann man mit dem Befehl open gefolgt von der Serveradresse eine Verbindung aufbauen.

open ftp.beispielrechner.org

Handelt es sich um einen non-anonymous FTP, also um einen Server, der eine Identifikation mit Username und Passwort verlangt, hängen Sie diese Angaben einfach an den open-Befehl an:

open -u username -p password ftp.beispielrechner.org

Arbeiten auf dem Server

Befindet man sich auf dem Server kann man mit verschiedenen Befehlen arbeiten:

pwd – gibt das Arbeitsverzeichnis zurück

ls – listet Dateien auf

cd – zum Verzeichniswechsel

und noch viele mehr

Downloadfunktion

Ich nutze ncftp zum Downloaden von Dateien, z.B. um für Opensuse 11.4 das Videolan Repository zu laden. Dazu giebt es den Befehl get mit verschiedenen Optionen:

Ich verwende folgende Option die Option -R für den rekursiven Download aller Verzeichnisse. Der Parameter -T verhindert die Fehlermeldung “..keine Tar Archiv..”:

get -R -T ftp://download.videolan.org/pub/videolan/vlc/SuSE/11.4/

Mit diesem Befehl startet man ncftp, Baut die Verbindung auf und lädt die Dateien auf seine Festplatte.

Befindet man sich bereits im Programm ncftp (zu Erkennen an der gleichnamigen Aufgabeaufforderung) und hat mit folgendem Befehl eine Verbindung zum Server aufgebaut:

open ftp://download.videolan.org/pub/videolan/vlc/SuSE/

befindet man sich z.B.: im obigen Verzeichnis SuSE/. Dann reicht zum Download ein:

get -R -T 11.4/

Es stehen noch weitere verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

– [O], wenn Sie die Datei auf der eigenen Festplatte überschreiben (”overwrite”) möchten — der Download beginnt noch einmal ganz von vorne.

– [R], wenn Sie den Download an der Stelle wieder aufnehmen (”resume”) möchten, wo er abgebrochen ist.

– [A], wenn Sie die zu übertragenden Daten an die Datei auf der eigenen Platte anhängen (”append”) möchten.

– [S] (”skip”), wenn Sie den Vorgang abbrechen möchten.

– [N], wenn Sie die Datei unter neuem Namen (”new”) auf der Festplatte speichern möchten.

Upload

Mit dem Befehl put könnte man auch auf einen Server Datein senden.

Das Vorgehen ist ähnlich wie oben.

Verbindung beenden

Beendet wird die Verbindung mit close oder quit. Dann besteht noch die Möglichkeit die letzten Verbindungsdaten zu den Lesezeichen hinzuzufügen.Das ist sehr praktisch, wenn man den Server nochmal besuchen möchte.

Lesezeichen

Nach Aufruf des Befehls bookmarks sieht am alle Lesezeichen und kann diese aufrufen oder ändern. Praktisch ist auch die Namensvergabe für das Lesezeichen. Vergebe ich z.B.: den Namen Videolan für obige Verbindung als Lesezeichen, erfolgt der erneute Download der Dateien einfach mit dem Befehl:

ncftpget -R -T Videolan

Abgebrochenen Übertragungen werden fortgesetzt.

Ein praktisches Tool für die Kommandozeile und eine schöne alternative zu rsync und gftp.